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Darm,  Gesundheit

Hausmittel gegen Verstopfung – 4 pflanzliche Abführmittel

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Was passiert bei einer Verstopfung im Körper?

Verstopfung, auch Obstipation genannt, tritt auf, wenn die Darmbewegungen verlangsamt oder gestört sind, was dazu führt, dass der Stuhl länger als üblich im Darm verbleibt. Dies kann zu einer Verhärtung des Stuhls führen, der schwerer durch den Darm wandern kann und eine unvollständige Entleerung oder sogar eine Blockade verursachen kann.

Verstopfung kann verschiedene Ursachen haben, darunter eine ballaststoffarme Ernährung, Dehydration, Mangel an körperlicher Aktivität, bestimmte Medikamente, Stress oder Krankheiten wie Schilddrüsenprobleme oder Reizdarmsyndrom.

Unangenehme Symptome einer Verstopfung

Wenn Verstopfung auftritt, kann dies zu unangenehmen Symptomen führen, wie Bauchschmerzen, Blähungen, Übelkeit oder Appetitlosigkeit. Langfristig kann Verstopfung auch zu Hämorrhoiden, Analfissuren oder Stuhlinkontinenz führen.

Daher ist es wichtig, Verstopfung zu vermeiden oder schnell zu behandeln, indem man eine ballaststoffreiche Ernährung, ausreichend Wasser und körperliche Aktivität beibehält. Wenn Verstopfung dennoch auftritt, können Hausmittel oder Medikamente helfen, die Darmbewegungen anzuregen und den Stuhlgang zu erleichtern. Bei anhaltenden oder schweren Symptomen sollte jedoch immer ein Arzt konsultiert werden, um eine geeignete Behandlung zu erhalten.

Verschiedene Hausmittel, die bei Verstopfung helfen können:

  1. Ballaststoffreiche Ernährung: Eine ballaststoffreiche Ernährung kann die Verdauung fördern und Verstopfung verhindern. Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Nüsse können dazu beitragen, die Darmgesundheit zu verbessern und die Verdauung zu unterstützen.
  2. Ausreichend Flüssigkeitszufuhr: Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig, um Verstopfung zu vermeiden. Es wird empfohlen, mindestens acht Gläser Wasser pro Tag zu trinken.
  3. Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität kann die Verdauung fördern und Verstopfung vorbeugen. Es wird empfohlen, mindestens 30 Minuten Bewegung pro Tag einzuplanen, wie zum Beispiel Spaziergänge, Radfahren oder Yoga.
  4. Pflanzliche Abführmittel: Pflanzliche Abführmittel wie Flohsamen, Leinsamen, Rizinusöl oder Sennesblätter können bei Verstopfung helfen. Es ist jedoch wichtig, diese Mittel nur in Absprache mit einem Arzt zu verwenden, da sie bei übermäßiger Einnahme auch Nebenwirkungen haben können.
  5. Warmes Wasser mit Zitronensaft: Eine Tasse warmes Wasser mit etwas Zitronensaft kann die Verdauung fördern und Verstopfung lindern.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Verstopfung auch ein Symptom für andere Erkrankungen sein kann. Wenn Verstopfung häufig auftritt oder von anderen Symptomen begleitet wird, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um eine angemessene Diagnose und Behandlung zu erhalten.

Flohsamen bei Verstopfung

Flohsamen sind ein ballaststoffreiches Nahrungsergänzungsmittel, das bei Verstopfung helfen kann. Die Samen des Flohkrauts quellen im Darm auf und bilden eine Art Gel, das Wasser bindet und das Stuhlvolumen erhöht. Dadurch wird der Stuhl weicher und kann leichter durch den Darm wandern, was Verstopfung lindern kann.

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Darüber hinaus enthalten Flohsamen auch lösliche Ballaststoffe, die von den nützlichen Bakterien im Darm fermentiert werden. Dadurch werden kurzkettige Fettsäuren produziert, die die Darmgesundheit fördern können.

Es wird empfohlen, Flohsamen mit ausreichend Flüssigkeit einzunehmen. Da sie sonst im Darm zu einem Klumpen werden können und Verstopfung oder Darmverschluss verursachen können. Es ist auch wichtig, die Dosierungsempfehlungen des Herstellers zu befolgen. Bei Verstopfung immer einen Arzt zu konsultieren, um die Ursache zu klären und eine angemessene Behandlung zu erhalten.

Leinsamen bei Verstopfung

Leinsamen sind auch ein ballaststoffreiches Nahrungsmittel, das bei Obstipation helfen kann. Die Samen enthalten sowohl lösliche als auch unlösliche Ballaststoffe, die dazu beitragen können, den Stuhlgang zu regulieren.

Die löslichen Ballaststoffe in Leinsamen binden Wasser im Darm und bilden eine Art Gel, das die Verdauung fördert und den Stuhl weicher macht. Dadurch kann der Stuhl leichter durch den Darm wandern und Verstopfung lindern.

Die unlöslichen Ballaststoffe in Leinsamen erhöhen das Stuhlvolumen und stimulieren die Darmbewegungen, was ebenfalls dazu beitragen kann, Verstopfung zu lindern.

Es wird empfohlen, Leinsamen mit ausreichend Flüssigkeit einzunehmen, da sie sonst im Darm zu einem Klumpen werden können und Verstopfung oder Darmverschluss verursachen können. Es ist auch wichtig, die Dosierungsempfehlungen des Herstellers zu befolgen. Bei Verstopfung immer einen Arzt zu konsultieren, um die Ursache zu klären und eine angemessene Behandlung zu erhalten.

Rizinusöl bei Verstopfung

Rizinusöl ist ein pflanzliches Hausmittel gegen Verstopfung, das bei Verstopfung helfen kann. Es enthält eine Substanz namens Ricinolsäure, die den Darm stimuliert und die Darmbewegung erhöht. Dadurch wird der Stuhlgang angeregt und Verstopfung gelindert.

Rizinusöl wird in der Regel als Einmaldosis eingenommen, und die Wirkung tritt in der Regel innerhalb von 6 bis 12 Stunden ein. Es ist jedoch wichtig, Rizinusöl nur in Absprache mit einem Arzt einzunehmen. Da es bei übermäßiger Einnahme auch Nebenwirkungen wie Bauchkrämpfe, Übelkeit oder Durchfall haben kann.

Wichtig ist auch zu beachten, dass Rizinusöl als Hausmittel gegen Verstopfung nicht für alle geeignet ist. Insbesondere für schwangere Frauen, Menschen mit Magen-Darm-Erkrankungen oder Menschen, die bestimmte Medikamente einnehmen. Es wird empfohlen, vor der Verwendung von Rizinusöl immer einen Arzt zu konsultieren, um die Eignung und Dosierung zu klären.

Sennesblätter bei Verstopfung

Sennesblätter sind ein pflanzliches Abführmittel, das zur Linderung von Verstopfung eingesetzt wird. Die Wirkstoffe in den Sennesblättern stimulieren den Darm und erhöhen die Darmbewegungen, wodurch der Stuhl schneller und einfacher ausgeschieden werden kann.

Die Wirkung von Sennesblättern tritt normalerweise innerhalb von 6 bis 12 Stunden nach der Einnahme ein. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Sennesblätter nicht für den Langzeitgebrauch empfohlen werden, da sie bei längerer Einnahme zu Nebenwirkungen wie Elektrolytungleichgewichten oder einer Schwächung der Darmmuskulatur führen können.

Es wird empfohlen, Sennesblätter nur in Absprache mit einem Arzt oder Apotheker einzunehmen, um die geeignete Dosierung und Anwendungsdauer zu klären. Auch ist es wichtig, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, um Austrocknung und Dehydration zu vermeiden, die durch den übermäßigen Einsatz von Abführmitteln auftreten können.


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