Camu Camu

Camu Camu – Das Superfood

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Gastartikel/Artikel enthält Werbelink*/Bild von Tómaz Alves auf Pixabay

Hast Du schon etwas von Camu Camu gehört? Die im Amazonasgebiet wachsende Frucht ist wegen ihrer positiven Eigenschaften das nächste Superfood! Denn diese exotische Pflanze verfügt über einen hohen Vitamin-C-Gehalt und wird deswegen zunehmend beliebter. Camu Camu ist leicht säuerlich im Geschmack und äußerst vielfältig. Während die Pflanzenart bei den Einheimischen seit Jahrhunderten fester Bestandteil der Ernährung ist, ist sie bei uns noch weitgehend unbekannt. Völlig zu Unrecht, denn in der exotischen Frucht steckt richtig viel Power!

Was ist Camu Camu?

Camu Camu ist eine Pflanze aus dem westlichen Amazonasgebiet und zählt zu den Myrtengewächsen, die sich aus über 4600 Arten zusammensetzt. Besonders weit verbreitet ist die Pflanze in Peru, Venezuela, Kolumbien sowie im Norden Brasiliens. Der Strauch wächst hauptsächlich an Flüssen und Seen, da er hier seinen hohen Nährstoff- und Feuchtigkeitsbedarf decken kann. Myrtengewächse wachsen vor allem in den Tropen, in der australischen Region sowie in Süd-und Mittelamerika. Zu ihnen gehört zum Beispiel auch die echte Guave. Die Camu Camu Beeren* werden bis zu 3 cm groß und können bis zu 14 g wiegen. Sie sind meist rot-orange bis gelblich und haben oftmals eine Ähnlichkeit mit Äpfeln. Im Inneren der Beeren befinden sich Kerne, die nicht verzehrt werden. Die Früchte werden in drei verschiedenen Reifegraden geerntet, je nach Verwendung. Der Strauch blüht in den Monaten Juli bis September, die Ernte der reifen Früchte kann dann von Dezember bis April erfolgen. Den höchsten Vitamin-C-Gehalt enthalten die Früchte, die noch nicht ganz reif sind.

Sogenannte „Superfoods“ sind momentan voll im Trend und fehlen in keinem gesunden Ernährungsplan, wobei insbesondere Influencer von diesen Lebensmitteln begeistert sind. Dank dem hohen Vitamingehalt der Früchte hat die wild wachsende Pflanze  nach dem Bekanntwerden ihrer Eigenschaften relativ schnell die Bezeichnung „Superfood“ erhalten. Neben dem hohen Vitamin-C-Gehalt enthält die Frucht auch zahlreiche B-Vitamine, Eisen, Kalzium, Kalium und Antioxidantien.

Durch die lange Lagerung aufgrund des Transportweges verlieren die Früchte bereits viele Vitamine, bevor sie überhaupt in Deutschland ankommen. Deshalb bieten sich hier Nahrungsergänzungsmittel aus Camu Camu an. Für die Herstellung der Nahrungsergänzungsmittel wird die Frucht nach der Ernte unter der Sonne getrocknet und anschließend gemahlen. In Südamerika wird die ganze, geschälte Frucht verzehrt oder im frisch gepressten Saft getrunken. Dort gilt sie nicht nur als besonders gesund, sondern auch als Aphrodisiakum. Hauptimporteur der Früchte ist allerdings Japan.

Wie gesund ist Camu Camu?

Eine Beere hat so viel Vitamin C wie 20 Orangen oder 30 Zitronen. Vitamin C trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei und ist damit eines der wichtigsten Vitamine. Darüber hinaus enthalten sie viele weitere essenzielle Mikronährstoffe wie:

  • Aminosäuren
  • Beta-Carotin
  • Vitamin B1, B2, B3,
  • Eisen
  • Kalzium
  • Kalium

Neben Vitamin C ist auch das Provitamin Beta-Carotin ein leistungsstarkes Antioxidans. Das Superfood ist außerdem für verschiedenste Ernährungsformen geeignet, zum Beispiel für eine vegane, glutenfreie und laktosefreie Ernährung. 

Wie wirkt Camu Camu?

Insbesondere Sportler profitieren von dem hohen Vitamingehalt der exotischen Powerfrucht. Denn Vitamin C unterstützt die normale Funktion des Immunsystems während und nach einer intensiven körperlichen Betätigung. Nebenwirkungen von Camu Camu sind bisher noch nicht bekannt, nur eine zu hohe Dosierung führt zu leichtem Durchfall. Da die Frucht ein Naturprodukt ist, kann sie bei manchen Menschen jedoch Allergien auslösen. Deshalb sollten alle vorsichtig sein, die gegen die Inhaltsstoffe allergisch sind. Ein Gespräch mit dem Arzt oder Apotheker kann möglicherweise sinnvoll sein.

Warum ist Vitamin C wichtig für unseren Körper?

Vitamin C (Ascorbinsäure) zählt neben den B-Vitaminen und Folsäure zu den wasserlöslichen Vitaminen. Das bedeutet, dass der Körper nur eine geringe Menge speichert und es somit täglich über die Nahrung aufgenommen werden muss, da es lebensnotwendig ist. Vitamin C kommt vor allem in frischem Gemüse sowie Früchten vor, so beispielsweise in Zitronen und Orangen. Vitamin C wirkt als Antioxidans und schützt somit vor freien Radikalen, die für verschiedene Krankheiten verantwortlich sind und zu oxidativem Stress führen können. Dieser steht im Zusammenhang mit der Entstehung verschiedener Krankheiten und dem Alterungsprozess. Zudem trägt Vitamin C zu vielen Stoffwechselprozessen bei und sollte deshalb täglich aufgenommen werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Frauen 95 Milligramm Vitamin C pro Tag, während für Männer die Empfehlung bei 110 Milligramm pro Tag liegt. Der Tagesbedarf erhöht sich bei Rauchern, einem regelmäßigen Alkoholkonsum sowie bei intensiven sportlichen Aktivitäten. Dann liegt der tägliche Bedarf bei Frauen auf 135 Milligramm und bei Männern auf 155 Milligramm.

Normalerweise lässt sich der Tagesbedarf an Vitamin C problemlos über die Nahrungsaufnahme decken, doch aufgrund einer einseitigen Ernährung oder chronischen Krankheiten erreichen viele Menschen nicht den erforderlichen Bedarf. Oftmals liegt sogar ein Vitamin-C-Mangel vor, was sich an zahlreichen Symptomen bemerkbar macht. So stellen beispielsweise Müdigkeit, erhöhte Anfälligkeit für Infekte sowie Zahnfleischbluten häufige Symptome eines Mangels dar. 

Eine gute Versorgung mit natürlichem Vitamin C unterstützt:

  • Gesunde obere Atemwege
  • Gesundes Herz-Kreislaufsystem
  • Stärkung des Immunsystems
  • Gute Stimmung, auch während der dunklen Wintermonate
  • Ausgeglichener Blutdruck
  • Gesundes Zahnfleisch
  • Gesunde Augen und Haut
  • Gesunde Gehirnfunktionen (Nervensystem)
  • Schutz vor Müdigkeit und Erschöpfung
  • Regulation des Energiestoffwechsels

Wissenschaftliche Studien zu Camu Camu

Wissenschaftler aus aller Welt befassen sich aufgrund des hohen Vitamingehalts intensiv mit der exotischen Frucht. Ihre Wirkung haben unter anderem Forscher der Université Laval im kanadischen Quebec an Mäusen getestet. Die Tiere wurden über acht Wochen mit einem erhöhten Zucker- und Fettanteil gefüttert, während eine Hälfte zusätzlich eine kleine Menge Camu Camu täglich erhielt, quasi als Nahrungsergänzungsmittel. Das Ergebnis: Die mit Camu Camu gefütterten Mäuse hatten um bis zu 50 Prozent weniger zugenommen als die Mäuse in der anderen Gruppe. 

Gibt es Nebenwirkungen?

Camu Camu ist eine natürlicher Vitamin C Lieferant, weshalb bisher keinerlei Nebenwirkungen bekannt sind. Hast Du aber eine Allergie gegen bestimmte Inhaltsstoffe, solltest Du vorher ärztlich abklären, ob Du es verträgst. Eine Überdosierung von Vitamin C ist relativ unwahrscheinlich, da das Vitamin wasserlöslich ist und bei einer zu hohen Dosis einfach aus dem Körper ausgespült wird. Dennoch solltest Du die empfohlene Tagesdosis nicht überschreiten.

Wie wird Camu Camu verzehrt?

Aufgrund der kurzen Haltbarkeit ist die Camu Camu in Deutschland frisch kaum erhältlich. Doch als Pulver oder Kapseln kannst Du das Superfood in zahlreichen Shops kaufen. Die empfohlene Dosis in Pulverform liegt laut Experten bei ein- bis anderthalb Teelöffeln pro Tag. Das Pulver wird aus reifen Früchten gewonnen und hier solltest Du darauf achten, dass es keine künstlichen Zusätze enthält. Während die Kapseln einfach mit etwas Wasser eingenommen werden, kann das Pulver sowohl pur als auch in anderen Speisen verzehren werden. Hier bieten sich viele Möglichkeiten an, so kannst Du es beispielsweise im Müsli, Orangensaft oder in einem Smoothie einrühren. Da Vitamin C hitzeempfindlich ist, sollte Camu Camu nicht erhitzt werden. Der Geschmack ist etwas herb, weshalb sich eher süße Speisen eignen.

Pulver oder Kapseln – welche sind geeignet?

Um den Vitamingehalt der Früchte zu erhalten, werden die Früchte direkt nach der Ernte entweder gefriergetrocknet oder sonnengetrocknet und dann zu Pulver verarbeitet. Die Einnahme mit den Kapseln stellt die einfachste Variante dar, da sie nur mit Wasser eingenommen werden und  keinen Geschmack enthalten. Entscheidest Du dich für das Pulver, hast Du zahlreiche Möglichkeiten für den Verzehr. Allerdings musst Du die Dosis genau abmessen und das Pulver schmeckt pur sehr sauer. Deshalb ist der pure Verzehr nicht wirklich empfehlenswert. Hier solltest Du das Pulver mit einem leckeren Saft oder Smoothie vermischen oder ins Müsli untermischen. Wenn du weiter experimentieren und Camu Camu noch mehr in deinen Speiseplan aufnehmen möchtest, kannst du damit auch selbsthergestelltes Eis, Fruchtkuchen oder Quarkspeisen ergänzen. 

Das Wichtigste im Überblick über das Superfood Camu Camu

Hier findest Du das Wichtigste noch mal zusammengefasst:

  • Camu Camu ist eine Frucht aus Südamerika, die einen besonders hohen Vitamin-C-Gehalt aufweist.
  • Camu Camu gibt es in Form von Kapseln oder Pulver.
  • Das Pulver lässt sich ideal im Müsli, Saft oder Smoothie einrühren.

Rezept für ein Camu Camu Smoothie

Du bist von Camu Camu überzeugt und möchtest das Superfood probieren? Hier findest Du ein schnelles Rezept für einen leckeren Smoothie mit Camu Camu Pulver. Diesen kannst du zum Beispiel zum Frühstück oder als leichte Erfrischung für zwischendurch zubereiten. Gerade wenn du im stressigen Alltag nur wenig Zeit für die Vorbereitung hast, ist der Smoothie die richtige Wahl für dich. 

  • 2 reife gefrorene Bananen 
  • 125 g Heidelbeeren (frisch oder gefroren)
  • 3 EL Haferflocken 
  • 220 ml Pflanzenmilch (z.B. Sojamilch oder Mandelmilch) 
  • 1 TL Camu Camu Pulver

Zunächst schälst Du die Bananen, wäschst die Heidelbeeren und wirfst dann alle Zutaten in einen Mixer. So lange mixen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Diese sollte am besten schön cremig sein.  Schon ist der Smoothie fertig! Mit ein paar frischen Beeren sowie einer Prise Camu Camu Pulver kannst Du das Smoothie noch optisch ansprechend dekorieren. Nun kannst du deinen Smoothie in aller Ruhe genießen. Als Alternative kannst du mit den genannten Zutaten auch ganz einfach einen Smoothie Bowl kreieren. 

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