Löwenzahn Wildkräuter

Wildkräuter sammeln – Die 5 bekanntesten Kräuter

Gastartikel von Annika von www.anysci.de/Photo by Vladislav Nikonov on Unsplash/Artikel enthält Werbelink*


Diese fünf bekannten Wildkräuter haben eine erstaunliche Wirkung auf Deine Gesundheit

Wildkräuter sammeln ist ganz einfach

Wildkräuter für die Gesundheit zu sammeln klingt komplizierter als es oft ist. Für einige Anwendungen bedarf es tatsächlich keiner großen Kenntnisse der Botanik, da die heilsamen Pflanzen wirklich jedem bekannt sind. Doch hättest Du auch gewusst, welch heilsame Kraft in diesen Pflanzen steckt?

Wilde Heilkräuter enthaltenen ätherischen Öle, die unterschiedliche sekundäre Pflanzenstoffe beinhalten und medizinisch wirksam sind. Wer wenig Aufwand betreiben möchte, kann die konzentrierten Öle in ihrer Reinform verwenden. Allerdings kann mit etwas Wissen die Heilkraft der Natur aus fast jeder Wiese gezogen werden, denn einige Heilpflanzen kennt wirklich jeder. Sie wachsen auf Wiesen, an Waldrändern, in Parks oder als „Unkraut“ im Garten.

Löwenzahn Wildkräuter sammeln

Löwenzahn (Taraxacum spec.)

Die gelben vollen Blüten dieser Korbblütler färben im April und Mai ganze Wiesen leuchtend gelb. Zur Ausbreitung der Flugsamen verwandelt sich der Löwenzahn in die Kindern sehr beliebte Pusteblume. Vereinzelt blüht er bis in den Herbst hinein. Charakteristisch ist sein hohler Stängel und der weiße Milchsaft, der bei Verletzung in geringen Mengen aus allen Pflanzenteilen hervortritt. Diese Merkmale lassen ihn gut von ähnlich aussehenden Pflanzen unterscheiden.

Die jungen Blätter enthalten vergleichsweise wenige Bitterstoffe und eignen sich gut für einen Salat. Sie enthalten viel Kalium und wirken harntreibend. Volksheilkundlich wird aber zumeist die Pfahlwurzel des Löwenzahnes verwendet. Die Löwenzahnwurzel enthält eine Reihe unterschiedlicher sekundärer Pflanzenstoffe, die positiv auf die menschliche Gesundheit wirken. In einem Übersichtsartikel fassen Wissenschaftler der Universität Napoli die wichtigsten Eigenschaften dieser Stoffe zusammen:

So wirken die Wildkräuter

  • antioxidativ
  • antibakteriell
  • entzündungshemmend
  • harntreibend
  • leberschützend.

Eine praktische Anwendung in der Naturheilkunde erfolgt bei Appetitmangel, Verdauungsbeschwerden, bei Störungen im Bereich des Gallenabflusses und zur Anregung der Harnausscheidung, zum Beispiel bei entzündlichen Harnwegsinfekten.

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Eine Wurzel gegen Verdauungsbeschwerden

Die Wurzel des Löwenzahns wird am besten im Herbst, etwa ab September, geerntet. Die Pflanze nutzte den ganzen Sommer, um die wertvollen Inhaltsstoffe in der Wurzel zu speichern, die sie über den Winter bringen wird. Bei trockenem Boden kann die Wurzel leicht aus der Erde gezogen werden, zur Not hilft eine kleine Harke. Zu Hause wird die Wurzel gründlich gewaschen und anschließend in kleine Stücke geschnitten. Diese werden an einem warmen und gut durchlüfteten Ort zum Trocknen ausgebreitet (nicht in die pralle Sonne!). Nach vollständiger Trocknung können die Stückchen in einem Schraubgefäß gelagert werden. Aus der getrockneten Löwenzahnwurzel kann ein Tee oder ein Kaffee-Ersatz zubereitet werden. Die enthaltenen Bitterstoffe steigern die Produktion von Magen- und Gallensaft und regen die Verdauung.

Für einen Tee werden 2 Teelöffel der Wurzeln mit 250 ml kochendem Wasser übergossen. Nach 10 min werden die Stückchen abgesiebt. Für einen Löwenzahn-Kaffee, werden die Wurzeln bei nicht zu heißer Temperatur in einer Pfanne goldbraun geröstet und anschließend fein gemahlen. Für eine Tasse gibst Du einen Teelöffel es Pulvers in einen Kaffeefilter und übergießt es mit kochendem Wasser.

Gundermann Wildkräuter sammeln

Gundermann (Glechoma hederacea)

Der Gundermann, mancherorts auch Gundelrebe genannt, ist eine kleine unscheinbare Pflanze, die in fast allen Gärten, an Waldrändern und Wegesrändern vorkommt. Der nur wenige Zentimeter kleine Vertreter der Lippenblütler breitet sich durch flache Ausläufer aus und bildet Gruppen von mehreren Pflanzen. Die lila Blüten sind zwischen April und Juni zu sehen. Außerhalb dieser Zeit bildet der Gundermann einen immergrünen Laubteppich. Die Blättchen sind herzförmig mit gekerbtem Rand und vollkommen glatt. Der Stiel ist vierkantig. Verwechslungsgefahr besteht eigentlich nur mit der Purpurroten Taubnessel, die allerdings vollkommen ungiftig und essbar ist. Ihre Blüten sind heller und erscheinen oft in zartem rosa, während der Gundermann deutlich lila blüht. Im Laufe des Jahres bleibt der Gundermann niedrig und breitet sich am Boden aus, während die Taubnessel in die Höhe wächst.

Wildkräuter bei Erkältungskrankheiten

Die Inhaltsstoffe des Gundermanns wirken entzündungshemmend und schleimlösend, weshalb er zur inneren Anwendung vor allen Dingen bei Erkältungskrankheiten verwendet wird. Äußerlich hilft Gundermann bei entzündeten Wunden.

Die ätherischen Öle des Gundermanns lösen sich besonders gut, wenn Du ihn in fettreicher Milch kochst. Gebe hierfür zwei Esslöffel des frischen und gehackten Krautes (Blätter und Blüten) in 500 ml Milch und lasse es nach dem aufkochen 15 min ziehen. Die noch warme Kräuter-Milch wirkt kräftigend bei Erkältungen und mildert Husten und Schnupfen. Aus den getrockneten Pflanzenteilen lässt sich ein Erkältungstee zubereiten. Übergieße hierfür 2 Esslöffel Gundermann mit 500 ml kochendem Wasser und lasse den Tee für 15 min ziehen. Der abgekühlte Tee eignet sich auch sehr gut zum auswaschen von entzündeten Wunden oder Verletzungen.

Giersch Wildkräuter sammeln

Giersch (Aegopodium podagraria)

Der Giersch gehört zur Familie der Doldenblütler und ist vielen Menschen als sich schnell ausbreitendes Unkraut aus dem Garten bekannt. Von Mai bis September sind seine weißen Blüten vielerorts zu sehen. Giersch liebt schattige bis halbschattige Standorte mit relativ feuchtem Boden und findet sich vermehrt an Waldrändern oder neben größeren Sträuchern. Die Doldenblüten sind für diese Pflanzenfamilie typisch und kein klares Erkennungsmerkmal des Giersch, wohl aber seine Blätter. Die Blätter des Giersch sind fast immer dreifach, selten zweifach gefiedert. Allein an dieser Blattform lässt sich der Giersch eindeutig von anderen heimischen Doldenblütlern, wie Bärenklau, Wiesen-Kerbel oder dem giftigen Schirling, unterscheiden. Kennzeichnend für den Giersch ist außerdem der kantige längsgefurchte Stängel. Giersch ist längs kein Geheimtipp mehr, wenn es um Salate oder Blattgemüse aus der Natur geht. Er ist reich an Vitamin C und Eisen. Besonders die jungen Blätter liefern einen interessanten würzigen Geschmack. Aber Giersch hat nicht nur einen kulinarischen Wert. Schon im Mittelalter wurde Giersch als Heilpflanze, vor allen Dingen bei Gelenkerkrankungen, wie Gicht, Arthrose oder Rheuma, eingesetzt. Regional wird er daher auch „Zipperleinskraut“ genannt.

Natürlich bei Gelenkerkrankungen

Zur Entfaltung seiner Wirksamkeit kann Giersch verzehrt oder als Tee eingenommen werden. Dabei werden etwa 2 Esslöffel der getrockneten Blätter mit 250 ml kochendem Wasser übergossen und nach 5 Minuten ausgesiebt. Der Tee schwemmt Giftstoffe aus dem Körper und beruhigt die entzündeten Gelenke. Zur äußeren Anwendung können außerdem warme Umschläge mit Gierschsud um die Gelenke gewickelt werden. Ein schmerzlinderndes Bad, welches auch sehr gut bei Ischiasleiden hilft, kann mit etwa 500 g Gierschblätter hergestellt werden. Diese werden in einer ausreichenden Menge Wasser aufgekocht und 15 min ziehen gelassen. Anschließend wird die gesamte Flüssigkeit ins Badewasser gegeben. Giersch kann etwa ab März bis Oktober geerntet werden. Altere Blätter enthalten mitunter eine größere Menge Bitterstoffe und sind zum rohen Verzehr geschmacklich nicht immer geeignet.

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Spitzwegerich Wildkräuter sammeln

Spitzwegerich (Plantago lanceolata)

Spitzwegerich ist ein ausdauerndes Kraut, des häufig auf Wiesen, in Parks und an Wegesrändern gefunden werden kann. Die grundstehenden Blätter sind lang und spitz zulaufend. Während der Blütezeit von Mai bis September erscheint ein lang gestielter Blütenstand mit unzähligen kleinen weißen Einzelblüten, die schnell welken und braun werden. Spitzwegerich kann schnell mit anderen Wegericharten, insbesondere dem Mittleren Wegerich, verwechselt werden. Entscheidend ist ist die Blattform, die mit etwas Übung sehr gut zugeordnet werden kann. Bei Spitzwegerich ist sie schmal und lang. Grundsätzlich wäre eine Verwechslung aber unproblematisch, da eine ähnliche Wirkungsweise und keine Giftigkeit vorliegt.

Tee oder Sirup gegen Husten

Die medizinisch wirksamen Inhaltsstoffe des Spitzwegerichs helfen besonders gut bei Infektionen der oberen Atemwege. Hier wirken sie entzündungshemmend und krampflösend. Bei Husten, Lungenerkrankungen oder Asthma hat sich ein Tee oder ein Sirup aus den Blättern des Spitzwegerichs seit Jahrhunderten bewährt. Für die Zubereitung des Tees werden 3 bis 5 frische Blätter oder ein Teelöffel getrocknete Blätter mit kochendem Wasser übergossen und 15 min ziehen gelassen. Ein Löffel Honig im Tee gelöst kann sich ebenfalls positiv auf die Symptome einer Lungenerkrankung auswirken. Noch wirkungsvoller als der Tee ist ein selbstgemachter Hustensirup aus Spitzwegerich.

Sammle hierfür etwa zwei Hände voller frischer Blätter der Pflanze, reinige sie gründlich und schneide sie dann quer in breite Stücke. In einem ausgekochten Schraubglas schichtest Du nun abwechselnd die Blattstücke und reichlich Zucker (insgesamt ca. 250 g) und drückst das ganze mit einem Löffel fest zusammen. Die letzte Schicht des Glases sollte aus Zucker bestehen und die obersten Blätter komplett abdecken. Anschließend wird das Glas fest verschlossen und für zwei Monate an einen dunklen Ort gestellt, der möglichst gleichmäßig temperiert ist, z.B. in den Keller. Nach Ablauf dieser Zeit erwärmst Du das Glas langsam in einem Wasserbad und gibst den Saft einer Zitrone hinzu. Nach etwa 2 Stunden kannst die den Sirup durch ein Sieb in ein anderes Gefäß abschütten. Wenn die Konsistenz zu zäh ist, kannst Du etwas abgekochtes Wasser hinzufügen. Der Sirup sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden und kann im Bedarfsfall mehrmals täglich teelöffelweise eingenommen werden.

Wirksames Kraut bei Mückenstichen

Sehr praktisch für unterwegs ist das Wissen, dass zerriebene Blätter des Spitzwegerichs den Juckreiz von Mückenstichen stark reduziert. Auch ein Tuch mit dem Aufguss kann auf entzündete Stiche gelegt werden, um Linderung zu bringen.

Wiesenklee Wildkräuter sammeln

Wiesenklee (Trifolium pratense)

Wiesenklee wird aufgrund seiner rosafarbenen Blüten oftmals auch Rotklee genannt. Die niedrigen ährigen Blütenstände zieren von April bis Oktober Wiesen an Waldrändern oder in Parkanlagen. Seine dreiteiligen Blätter sind charakteristisch und für Jedermann leicht zu erkennen.

Verwechslungsgefahr besteht mit dem Weißklee (Trifolium repens). Dieser besitzt, wie der Name schon sagt weiße Blüten und hat insgesamt einen deutlich flacheren Wuchs. Da die Inhaltsstoffe aber sehr ähnlich sind, wäre eine Verwechslung nicht weiter schlimm. Die Blüten und Blätter des Klees enthalten besonders große Mengen Phytohormone, die dem menschlichen Östrogen ähnlich sind und so den Hormonhaushalt ausbalancieren können.

Diese Wirkung macht Wiesenklee zu einem milden pflanzlichen Mittel bei unterschiedliche Beschwerden, die im Zusammenhang mit den Wechseljahren stehen, wie zum Beispiel Hitzewallungen. Auch Krebserkrankungen, die mit hormonellen Veränderungen in Zusammenhang stehen, können durch regelmäßige Verwendung von Wiesenklee reduziert werden. Studien zeigten unter anderem, dass Wiesenkleeextrakt das Wachstums von [Brustkrebszellen hemmt.

Für die heilsame Wirkung kann der Klee regelmäßig in den Speiseplan eingebaut werden. Besonders seine Blüten oder junge Blätter eignen sich für Salate oder Smoothies. Aus zermahlenen Blüten, Olivenöl, etwas Zitronensaft und gerösteten Pinienkernen lässt sich auch ein schmackhaftes Pesto leicht herstellen. Ebenfalls lässt sich sowohl aus frischen, als auch aus getrockneten Blüten ein Tee herstellen. Die getrockneten Blüten sind sehr lange haltbar und können einen guten Vorrat für den Winter darstellen. Bewahre sie in einem großen verschlossenem Gefäß, zum Beispiel einem Einmachglas.

Tinktur oder Ölauszug aus Wiesenklee

Um die Wirkstoffe des Klees konzentriert anwenden zu können, kannst Du eine Tinktur aus Wiesenklee herstellen. Sammle hierfür Blüten und fülle sie in ein Schraubgefäß. Dann übergießt Du sie mit neutralem Alkohol (mindestens 40 Vol%) und verschließt das Glas. An einem dunklen Ort lässt Du den Ansatz nun 3 Wochen ziehen, wobei Du alle zwei Tage das Glas etwas schütteln solltest. Wenn die Zeit verstrichen ist, seihe die Lösung ab und fülle sie in ein sauberes Gefäß.

Am besten verwendest Du ein dunkles Glasgefäß, da die Inhaltstoffe bei Licht schnell verfallen. Bewahre die Tinktur an einem kühlen und dunklen Ort auf. Bei Beschwerden in den Wechseljahren, nehme 3 mal täglich 5 bis 20 Tropfen der Tinktur ein, am besten vor den Mahlzeiten. Während der Menstruation eingenommen lindert die Tinktur Unterleibsschmerzen. Auch äußerlich kann Wiesenklee angewendet werden. Zur Pflege der Haut stellst Du einen Ölauszug mit einem Passenden Trägeröl, zum Beispiel Olivenöl oder Hanföl her. Übergieße hierfür die gesammelten Blüten mit dem Öl und erwärme das Gemisch für etwa 2 Stunden leicht in einem Wasserbad. Anschließend verschließt Du das Gefäß und lässt es drei Tage ruhen, bevor Du die Blüten absiebst. Eine Brustmassage mit dem hergestellten Rotkleeöl lindert wechseljahres bedingte Schmerzen.